DAS PROGRAMM VON A-Z

Außerschulische bzw. außerunterrichtliche Angebote

Ein Merkmal aller geförderten Projekte ist, dass sie nicht zum Schulunterricht gehören – sie finden also nach dem Unterricht, am Wochenende oder in den Ferien statt. Siehe auch > Ganztag

 

Die Teilnahme ist für die Kinder und Jugendlichen freiwillig. Schulen können sich als Partner beteiligen, aber verantwortlicher Veranstalter ist ein außerschulischer Träger. Projekttage und Projektwochen von Schulen werden nicht gefördert.


Mehr erfahren Sie in der > ausführlichen Definition des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.


Bildungsbenachteiligung

Das Programm wendet sich an Kinder und Jugendliche, die laut dem nationalen Bildungsbericht von 2016 in mindestens einer Risikolage aufwachsen:

1.    soziale Risikolage (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile)

2.    finanzielle Risikolage (geringes Familieneinkommen, die Familie erhält z. B. Transferleistungen)

3.    bildungsbezogene Risikolage (z. B. Eltern sind formal gering qualifiziert).

Der Nachweis über die Bildungsbenachteiligung erfolgt nicht individuell, muss aber nachvollziehbar sein. Zum Beispiel über:

  • konkrete Daten der beteiligten Bündnispartner zu ihren Zielgruppen (z. B. angestrebte Schulabschlüsse, besuchte Schulform, Befreiung von Kosten für Schulessen/Bücher etc.)


Eine heterogene Zusammensetzung der Teilnehmenden ist möglich, solange der Schwerpunkt gewahrt bleibt.


Bündnispartner

Mindestens drei institutionelle Partner vor Ort (keine Einzelpersonen) gründen ein Bündnis für Bildung: z. B. gemeinnützige Vereine, Kultureinrichtung, Stadtteilzentrum, Uni, Kirche, Sportverein, Schule, Kita, Migrantenselbstorganisationen…


Die Partner in einem Bündnis verfügen über unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven. Beispielsweise verfügen sie über einen Zugang zur Zielgruppe, über Expertise in den unterschiedlichen Bereichen der kulturellen Bildung bzw. der künstlerischen Arbeit oder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.


Jeder Bündnispartner übernimmt bestimmte Aufgaben und Eigenleistungen, die in der > Kooperationsvereinbarung festgelegt werden. Einer der Partner übernimmt die Projektleitung und Antragsstellung.


Förderantrag

Um ein kulturelles Bildungsangebot umzusetzen, können die lokalen Bündnisse für Bildung bei einem der > 23 Förderer einen Förderantrag stellen. Dazu wählen sie einen Verband aus, dessen > Konzept gut zu den eigenen Ideen passt und benennen einen federführenden Partner, der den Antrag über das > Antragssystem stellt.


Förderer

Insgesamt sind 23 bundesweite Einrichtungen als „Förderer“ aktiv: Sie führen selbst keine Maßnahmen durch, sondern fördern Angebote der kulturellen Bildung. Das heißt, die Bündnisse für Bildung beantragen Mittel bei einem der Förderer anhand des jeweiligen > Konzeptes.


Förderfähige Ausgaben

Die für die Durchführung von Projekten notwendigen Ausgaben, beispielsweise Fahrtkosten, Verpflegung und Material, können gefördert werden – außerdem Honorare, etwa für die künstlerische oder pädagogische Begleitung der Angebote und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Kräfte sowie Qualifikationsmaßnahmen für Ehrenamtliche. Ausgaben für fest angestelltes Personal der
> Bündnispartner
werden nicht gefördert.


Fördermittel

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt von 2018 bis Ende 2022 bis zu 250 Millionen Euro zur Verfügung. Die > Programmpartner führen Ausschreibungsrunden durch, bei denen sich Einrichtungen um Fördermittel für lokale Maßnahmen der kulturellen Bildung bewerben können.

 

Gefördert werden Projekte ab 1.500 € mit einer 100%-igen Förderung. Nach Abschluss des Projektes erhält der antragsstellende Bündnispartner zusätzlich eine Verwaltungspauschale von 5% auf die tatsächlich geförderten Ausgaben.


Ganztag

Geförderte Projekte, die räumlich an Schulen stattfinden, können sowohl im offenen als auch gebundenen Ganztag durchgeführt werden, sofern sie  klar vom länderfinanzierten Schulunterricht und Ganztagsangebot abgegrenzt sind.


Im gebundenen Ganztag können die Projekte in den Zeitfenstern des Ganztags stattfinden – sie müssen allerdings in Zeiten außerhalb des lehrplanmäßigen Unterrichts stattfinden.


Die Teilnahme an einem "Kultur macht stark-Angebot" im Ganztag beruht darüber hinaus auf Freiwilligkeit. Freiwilligkeit ist gegeben, wenn die Schüler*innen die Möglichkeit haben, alternative Angebote des gebundenen Ganztags zu nutzen, z. B. andere Projekte, Arbeitsgemeinschaften, Hausaufgabenbetreuung oder Freispiel. Außerdem ist es möglich, dass die Schüler*innen jederzeit gegen die weitere Teilnahme am "Kultur macht stark"-Projekt entscheiden können.


Initiativen

Sechs bundesweit aktive Initiativen nehmen am Programm teil. Sie leiten keine Mittel weiter, sondern bilden selbst lokale Bündnisse für Bildung. Eine Bewerbung um Fördermittel ist daher bei Initiativen nicht möglich, wohl aber eine Kooperation als Bündnispartner. Diese erfolgt auf der Grundlage des jeweiligen > Konzeptes.


Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horte

Angebote können in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden, reguläre Betreuungsangebote dieser Einrichtungen müssen davon jedoch unberührt bleiben. Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen vom Regelangebot eindeutig abgegrenzt werden (Maximaldauer 3 Monate).

> Voraussetzungen für eine Förderung


Kulturelle Bildung

Inhalt der Projekte ist die aktive Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen mit Kunst und Kultur. Hierzu gehören alle künstlerischen Sparten, Themen der Alltagskultur, Medienbildung und Leseförderung ebenso wie interkulturelle Projekte.


Konzepte

29 verschiedene Konzepte der > Programmpartner bilden die inhaltliche und formale Fördergrundlage für die Projekte. Darin werden die Themen beschrieben (Tanz, Theater, Film, bildende Kunst, Leseförderung o. Ä.), die Zielgruppen differenziert (bspw. Grundschülerinnen und -schüler, Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren) und die Formate dargestellt (Ferienfreizeiten, Tagesveranstaltungen, mehrwöchige Kurse o. ä.).


Kooperationsvereinbarung

Die Zusammenarbeit der > Bündnispartner wird in einer Kooperationsvereinbarung geregelt. Aufgaben, Rechte und Pflichten aller Partner sind darin beschrieben und festgelegt.


Neue und zusätzliche Angebote

Die lokalen Angebote in „Kultur macht stark“ sorgen für ein Mehr an kultureller Bildung. Sie ersetzen keine bestehenden Aktivitäten der > Bündnispartner, sondern sind neu und zusätzlich. Bereits bestehende Bildungsangebote sind damit von der Förderung ausgeschlossen.


Programmpartner

Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ sind 29 ausgewählte > Förderer und > Initiativen, die bundesweit tätig sind und über Kompetenzen in verschiedenen Sparten der außerschulischen Bildung verfügen.

> Übersicht der Programmpartner


Sie erhalten die durch das BMBF bereitgestellten > Fördermittel und leiten sie gemäß ihrer unterschiedlichen > Konzepte an Bündnisse vor Ort weiter.


Alle Programmpartner stehen vor, während und nach der Antragsstellung gerne beratend zur Seite.


Zielgruppe

Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren, deren Eltern erwerbslos sind, über ein niedriges Einkommen oder über geringe Bildung verfügen.

 

> Was ist Bildungsbenachteiligung?


Kontakt

Sie haben eine Frage? Kontaktieren Sie uns!

Annika Winkler & Lea Christin Fischer

Information, Beratung und Qualifizierung in Niedersachsen

Telefon: 0511 600 605-65
E-Mail: kultur-macht-stark(a)lkjnds.de

 


Die Förderer der Servicestelle Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung in Niedersachsen