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Freischwimmen in Goldtalern

LKJ und Bundesakademie Wolfenbüttel informierten über Finanzierungsmöglichkeiten der Kulturellen Bildung

Nie gab es so viele finanzielle Mittel für Projekte der Kulturellen Bildung wie im Moment. Grund genug für die LKJ Niedersachsen, die Teilnehmer*innen Ihres Fachtags „Im Geld schwimmen“ vollmundig aufzufordern, ein Dagobert Duck der Kulturellen Bildung zu werden. Da der Pool aus öffentlichen und privaten Fördermöglichkeiten aber tief und das Wasser nicht immer klar ist, bot der Dachverband in Kooperation mit der Bundesakademie Wolfenbüttel eine Veranstaltung an, die mit Inputvorträgen und Praxisworkshops einen Überblick über die Finanzierungslandschaften in Niedersachsen, Deutschland und Europa gab und Methoden für den Sprung ins kalte Wasser der Mittelakquise anbot.

Die Relevanz eines solchen Fachtags zeigte sich in der Geschwindigkeit mit der die Anmeldezahlen in die Höhe schossen: Bereits drei Wochen nach Ankündigung waren alle 60 Plätze ausgebucht. Weitere 40 Akteure aus dem Bereich der Kulturellen Bildung standen am 10. März, dem Tag der Veranstaltung bereits auf der Warteliste – diese werden zur Folgeveranstaltung im Sommer diesen Jahres eingeladen.
Im Rahmen der Inputvorträge der Veranstaltung referierte Frauke Patzke gemeinsam mit Rebecca Eichhorn vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowohl über die landesweite Förderung von Kultureller Bildung und Förderung mit Geflüchteten als auch über EU-Fördermöglichkeiten für Kulturelle Bildung. Anna Mohr stellte die Klosterkammer Hannover als fördernde Stiftung in Niedersachsen vor. Isabel Korch von der Online-Plattform Spendenideen.de gab eine Einführung in Fundraising 2.0.
Im Anschluss wurde durch die Aufstellung einer soziometrischen Netzwerk-Karte herausgearbeitet, welche Potentiale das Netzwerk der Kulturellen Bildung abgesehen von der Finanzierung hat. Hier wurde exemplarisch an einer Einrichtung  deren bereits vorhandenes Netzwerk durch Stellvertreterpersonen plastisch dargestellt. Unter anderem wurden gute Kontakte, interessante Partner*innen und Referenzen herausgestellt.


Nach dem Mittagessen wurden parallele Workshops angeboten. Gerd Dallmann von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Eckhart Liss von Kunst und Begegnung Hermannshof e.V. referierten zu dem Thema „Auf die Haltung kommt es an: Wie gewinnen und wo finden wir Förderer?“    Dorothea Kling, ehemalige Schulleiterin der Grundschule Wettbergen und Wolfgang Pruisken ehemaliger Lehrer der IGS Linden und Vorstand der BAG Zirkus stellten kreative Lösungen zur Finanzierung von Schulprojekten vor.
In kleiner Runde bot Anna Mohr den Teilnehmenden ihres Workshops eine konkrete Antragsberatung zur Förderung von Projekten durch die Klosterkammer Hannover und Isabel Korch stellte Crowdfunding, Kombinationen von Spendenmöglichkeiten sowie Webchecking vor. Hierzu ließ sie u.a. die Internetseiten von zwei anwesenden Kulturinstitutionen von den Teilnehmenden auf ihre Attraktivität für mögliche Spender*innen hin untersuchen.

 

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer*innen noch gebeten, mit elf Worten einen Kurzbericht über die Veranstaltung an eine*n Bekannte*n zu formulieren. Eine Teilnehmerin schrieb: „Der Förderdschungel ist wirr, aber mit Herzblut schlägt man sich durch.“ Eine andere: „Wir werden zwar in Antragsformularen schwimmen, aber hoffentlich ergibt das Geldhaufen.“ – ein optimistischer Ausklang für eine spannende Veranstaltung.



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