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Worst Practise - Beispiele

Regionalkonferenz am 08. und 09. März 2017 in der Bundesakademie Wolfenbüttel

In der Kulturellen Bildung wird viel von „Best Practise“-Beispielen gesprochen. Aber wer redet eigentlich vom Scheitern, zu dem die einsame Arbeit des Antragstellens oft verurteilt ist? Aus Fehlern kann man ja bekanntlich lernen – Grund genug für die LKJ Niedersachsen, gemeinsam mit dem Qualitätsverbund „Kultur macht stark“ einmal nach „Worst Practise“-Szenarios Ausschau zu halten.

Nach einigen ermutigenden „Gedanken zum Scheitern“ von LKJ-Mitarbeiterin Malin Kettel sowie einem Einstiegsvortrag von BKJ-Grundsatzreferentin Kirsten Witt zum Thema „Modellprojekte, Förderlandschaft und Antragslyrik“ wurden drei Arbeitsgruppen angeboten. Hierzu wurden Expert*innen eingeladen, die keine vorgefertigten Workshops abhielten, sondern sich mit den Teilnehmenden auf ihre individuellen Scheitermomente in der Antragsstellung oder der Projektdurchführung einließen. Ziel war es die eigenen Fehler zu teilen, um gemeinsam daraus zu lernen. So konnten in allen drei Arbeitsgruppen viele Fragen gestellt und geklärt werden: Was ist Antragslyrik und muss ich diese nutzen? Wie akquiriere ich Drittmittel? Wo finde ich spannende Kooperationspartner? Wie kann ich die Zusammenarbeit mit anderen verbessern?


Kerstin Hübner von der BKJ und Ludger Pieper (u.a. Mitglied der Jury des Mixed Up-Wettbewerbes) informierten über Finanzen und Antragsstellung und klärten viele offene Fragen zu möglichen Stolpersteinen undgaben Tipps, wie diesen ausgewichen werden kann.
In der Arbeitsgruppe von Anna Erichson (LKJ Niedersachsen) und dem Medienpädagogen Julian Kulasza wurden Modelle von Teamprozessen und Digitale Tools vorgestellt, mit denen sich die gemeinsame Kommunikations- und Arbeitsprozesse in Kooperationen erleichtern lassen.
Christina Biundo von der Kunstfähre Trier und Brigitte Schorn (Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW) beschäftigten sich in ihrer Arbeitsgruppe „Kooperationen zwischen Schule und Kultur“ mit dem Aufeinandertreffen dieser zwei verschiedenen Systemen und berieten anhand von Fallbeispielen der Teilnehmenden dazu wie diese Kooperationen gelingen können.


Die zwei Tage waren geprägt von einer sehr offenen Stimmung, in der auch über eigene Fehler gesprochen werden durfte. Ein Recht, von dem allerdings nicht alle Teilnehmer*innen Gebrauch machten, wie ein Gast schmunzelnd im Abschluss-Feedback bemerkte: „Obwohl wir doch alle über das Scheitern sprechen wollten, stand doch vor allem im Mittelpunkt, was für tolle Projekte wir alle so machen.“ – Sicherlich aber auch ein Zeichen für die wachsende Professionalität der Akteur*innen der Kulturellen Bildung.  


Die Förderer der Servicestelle Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung in Niedersachsen